Klagelied auf den jammervollen Tod der Frau Pfarrerin Denzelin
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Tod ist des Tods Ausgang.
Klagelied
auf den jammervollen Tod der Frau Pfarrerin Denzelin zu Zell und Altbach: einer geb. Bernhardin. Von des Herrn Pfarrers einigem und von tiefster Wehmuth durchdrungenen Freund und Schwager L. H. S –, O. A. zu E.[1].
Weh, weh! im Wasser ihr Grab! 5
Wo nicht so schilt die FluthenDie dir, nur dir, gehorsam sind! 10
Sprich ein Wort, das sie vom Tod befreit;Sieh aus Tiefen reicht sie dir die Hand – 15
Gieb – o welch ein Donner schlägt mich nieder!Dort am Ufer liegt sie schon. 20
Schaut und sehet –Ist ein Schmerz wie meines Freundes Schmerz? 25
Und die dickste Nacht verhülleDein Gesicht. 30
Und ihren Mann von ferne jammernd sehn –Dies konnte Gott, und ohne Mitleid, sehn! 35
Still, frevlende Fragen!Die Engel hörten des Höchsten Befehle, 40
An’s Ufer vom gläsernen Meere zu bringen,Um dort ein höheres Lied, als Jonas Danklied, zu singen. 45
O Denzel, nur Echos vom höheren Chor.Dann schwiegen die Wellen u. Stürme in deinem Gemüth, 50
Weg, o Hand,Mit den Harfen an die Weiden 55
Grausam schlug der Himmel seinen Hirten.Kommt und seht! Er ist sich nimmer gleich. 60
Ach wie, vom Wirbel umgedreht,Die Freundinn, eh sie untergeht, 65
Und wenn vom Sturm erschüttertEr trauert, zagt und zittert, Mitgetheilt von Blumenbach.
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