Einsam und still
Schreit ich dahin
Im fremden Land.
Der Heimath fern,
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Die traute Heimath,
Die Jugend vorbei,
Die glückselige Jugend,
Und mein Liebstes, mein Theuerstes
Nun im Grab,
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Auch du - o Mutter.
Still ist dein Herz,
Das so lange geschlagen
Für mich allein
In Leid und Lust,
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Das treue, das heilige
Mutterherz. -
Geschlossen dein Aug',
Das so manche Stunde
Gewacht und geweint
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Um mich allein.
Und es modert die Hand,
Die liebe Hand,
Die so oft mich gestreichelt
In seliger Zeit;
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Herz, Aug', und Hand
Und all' deine Liebe,
Hast Alles genommen
Mit hinein
In's dunkle, in's schaurige
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Grab - o Mutter!
Und es fällt mein Blick
Auf das weiße Linnen,
Das kühl und lind
Den Leib mir umhüllt.
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Aus Heimatherde
Grünte hervor,
Dicht hinter des Gartens
Süßduftender Hecke
Wuchs und blühte
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Der blaue Lein;
Im Elternhause
Ward er bereitet
Und schimmerte hell
Und seidenweich
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Als buschiger Rocken.
Im Wohngemach,
Bei traulicher Lampe
Saßest und spannst du,
Indeß ich die vorlas
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Aus Deutschlands Dichtern;
Und jeder Faden,
Durch deine Finger
Ist er geglitten,
Die Lieben Finger
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Haben geweiht ihn,
Die oft mir die glühende
Wange gestreichelt
Und segnend geruht
Auf des fröhlichen Knaben
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Blondem Gelock.
Und tausend Wünsche,
Fromme, heilige
Segenswünsche
Spannst du mit hinein,
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Mutter - Mutter. -
ich fühle, ich fühl es,
Aus des Gewebes
Verschlungenen Fäden
Strömt dein Segen
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Mit in's vereinsamte
Trauernde Herz. -
Und trostvoll heimlich
Wird mit zu Muth,
Als ob du selbst
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Mit den theuren Armen
Lieben und schützend
Still mich umfingst,
Mutter, - Mutter!
H. Allmers