National-Chronik der Deutschen (Besprechung ALZ 1803)

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Textdaten
Autor: unbekannt
Titel: Schwäbisch-Gemünd, bei Ritter: National-Chronik der Deutschen
Untertitel:
aus: Allgemeine Literatur-Zeitung vom Jahre 1803. Zweiter Band: April-Junius. Spalte 462-463
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Erscheinungsdatum: 1803
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Erscheinungsort: Jena und Leipzig
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Quelle: Google und Scans auf Commons
Kurzbeschreibung: Besprechung der "National-Chronik der Teutschen" von Johann Gottfried Pahl
Siehe auch Schwäbisch Gmünd
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[462] Schwäbisch-Gemünd, b. Ritter: National-Chronik der Deutschen. Eine politische Zeitung. Herausgegeben von Johann Gottfried Pahl. Jahrgang 1801. 326 S. Jahrgang 1802. 216 S. 8. (2 Rhtl. 6 gr.)

Die bedeutendste Zeitung, welche mit dem neuen Jahrhundert in Deutschland erschien, wie man sie aus der Feder eines so beliebten politischen Schriftstellers wie Hr. Pfarrer Pahl zu Neubronn ist, erwarten durfte, und unter den vielen Journalen des Deutschen Südens, neben der Allgemeinen Zeitung von Stutgard, der literarischen Aufmerksamkeit vollkommen werth.

[463] Die gelegentlich eingeschalteten Bemerkungen über den Beruf des Zeitungsschreibers und über Zeitungsschreiberey (z. B. Jahrg. 1802. S. 85[1] u. 164[2].) beweisen tiefe Einsicht. Dem Vf. ist mit Recht das einzige Verdienst der mehresten Zeitungsverfasser zu geringe, nämlich dasjenige, welches auf einer kritischen mit Sachkenntiß betriebenen Zusammenordnung der in andern Blättern angestrichenen Stellen beruhet. Schon seine Ankündigung hatte den Stempel einer Weisheit, die nur in der Schule der Prüfungen reift. Unter Verzichtung auf frühe oder copirte Nachrichten ist diese Chronik, eine, nicht bloß Schwäbische, National-Chronik, auf pragmatisch-wissenschaftliche Weise bearbeitet. Nicht sowohl Reichthum und Mannigfaltigkeit, als Kritik in der Auswahl, und in Hinsicht auf Literatur, Sittengeschichte und auf Cultur-Stand, beurkunden hier das Redactions-Talent. Hn. Pahl’s Darstellung gleicht nicht dem Elemente des Wassers, das ohne Farbe, ohne Geschmack und ohne Geruch ist; er weiß ein feines Raisonnement mit bescheidner Freymüthigkeit in seine Aufsätze zu verflechten. Titel, Vorrede und Register, nebst einer chronologischen Uebersicht der Jahrs-Geschichte verbinden den Jahrgang zum zweckmäßigen Gebrauche. – So viel Rec. weiß, genießt die Stadt Gemünd neben den geographischen Vortheilen, welche der Schwäbische Kreis zur Uebermittelung politischer Nachrichten zwischen den verschiedenen ihn umgebenden Staaten hat, nur wenigen Post-Durchzug, nämlich den der reitenden Post von Nürnberg nach Stuttgard, und der fahrenden von Augsburg nach Frankfurt. Daher blieb der Wirkungskreis der Chronik auf Süd-Deutschland eingeschränkt: so wie der Norden überhaupt für schriftstellerische Producte aus Schwaben beynahe verschlossen ist. Vielleicht wird der Anfall dieser ehemaligen Reichsstadt an Kur-Wirtemberg zu mehrerer Verbreitung beytragen.


Anmerkungen (Wikisource)

Zu Johann Gottfried Pahls National-Chronik der Teutschen siehe in Pahls Erinnerungen: Johann Gottfried Pahl: Drucker Johann Georg Ritter aus Gmünd.

  1. Herzenserleichterungen eines teutschen Zeitungsschreibers ALO
  2. Von den politischen Zeitungen im südlichen Teutschlande ALO