Pfingstgedanken (Maria Janitschek)

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Textdaten
Autor: Maria Janitschek
Titel: Pfingstgedanken
Untertitel:
aus: Gesammelte Gedichte
Herausgeber:
Auflage: 4. Auflage
Entstehungsdatum: 1892
Erscheinungsdatum: 1910
Verlag: Verlag Süddeutsche Illustrations-Centrale. Literarische Abt.
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Erscheinungsort: München
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Originalherkunft:
Quelle: Digitalisat Universität Chicago
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S. 14
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[14] PFINGSTGEDANKEN

Sucht nicht nach stolzen Worten für das Hohe,
Das stillste Gleichnis gibt sein treueres Bild,
Nicht in des Blitzes greller Flammenlohe,
Im sanften Säuseln kam Jehova mild.

5
Ein Arbeitsmann im Kittel rauh und schlicht,

Schuf Christus seinen großen Geistesbau,
Nicht Gold ist’s, das die Heldenstirn umflicht,
Nur junger Lorbeer aus der Frühlingsau.

Nicht stolzem Wissen ward das Paradies,

10
Die Einfalt führt zu ihm, der Kinderglaube,

Nicht zeptertragend, nicht im gold’nem Vließ,
Erschien der Geist, er kam als schlichte Taube.

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