Seite:1859 Dalimils Chronik von Böhmen.djvu/088

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Ach, wy ubil habin si ratis gepfloen!
Si wurdin in scheiltin vil.
Si schozzin czu im also czu dem zcil.
Abir nimant sach daz,

5
Das der taufir sent Iohannes mit im was,

Der in hatte vbirhangin.
In dem tuch dy schos gevangin
Wurden, daz si vernam
Ny trufin des furstin lichman.

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Nu hor von einem iegir! Von czwen iegirn hor da,

Hrzeiwets vnd Howora!

Der herczog hatte zcwen iegir in dem wald,
Einer Kriweiz, der andir Howora nit alt.
Kriewecz hilt ez mit dem Vorsouicensern,

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Howora waz getrw sinem herren.

Kriewecz den herczogen verriet
Vnd in allir meist mit der martir verschriet.
Do Howora dy red irhort,
Er sagte ez czu prage dem getrwen dort.

20
Si sprachin: wir wiszen nit, waz dar czu tun

Noch wohen gen vf dem from.
Howora sprach: wan ich posunen,
50 sampt vch czu komen!

Wi ein iegir

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Dem andirn tet na siner ger.


Howora leite den Wrsouicensern.
Hrewicz wiste vf en von verrin
Als vf ein vngetruwen.
Er sprach: ez muz mich ymner ruwin,

30
Daz er Howoram lizit lebin.

Si bodin in Hrzyemicz czu gebin.
Howora begunde si czu pittin,
Daz si in drystunt bosunnen lisin.
Howora begund von erstin bosunen.

Empfohlene Zitierweise:

Dalimils Chronik von Böhmen. Stuttgart 1859, Seite 88. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:1859_Dalimils_Chronik_von_B%C3%B6hmen.djvu/088&oldid=1377881 (Version vom 14.12.2010)