Seite:Beissel Das Martyrthum des hl. Victor und seiner Genossen.djvu/6
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Die schärfste Waffe der Gegner ist das Stillschweigen des Sulpicius Severus, das Stolberg mit Nachdruck in’s Feld führt, indem er dem du Bourdieu nachschreibt: „Sulpicius Severus, dessen Gewicht in der Kirchengeschichte so groß ist, der ein älterer Zeitgenosse des Eucherius war und wie dieser in Gallien lebte, sagt nicht allein nichts von dieser Legion, sondern bemerkt ausdrücklich, daß von dem Ende der valerianischen Verfolgung an bis zur Zeit, da unter Diokletian und Maximinian sich die bitterste Verfolgung erhoben, fünfzig Jahre verstrichen seien.“ Leider braucht man dem ausgezeichneten Verfasser nichts Anderes zu erwiedern, als das, was die Bollandisten schon hundert Jahre vorher dem du Bourdieu antworteten, von dem Stolberg sich irreleiten leiß. Er hat den Sulpicius Severus entweder nicht gelesen oder nicht verstanden, denn dieser fährt nach den von Stolberg angeführten Worten so fort: „Es gibt ausgezeichnete Berichte über die Martyrer jener Zeit (des Diokletian und Maximinian), die ich meinem Werke nicht beifügen wollte, damit es nicht zu umfangreich würde.“[2] Spielt Sulpicius Severus da nicht deutlich auf Eucherius an, den Stolberg „seinen ältern Zeitgenossen“ nennt? Außer Eucherius, dem hl. Bischofe von Lyon, der wie erwähnt sich auf die Bischöfe Isaak von Genf und Theodor beruft, berichten über die Thebäer Gregor von Tours, Venantius Fortunatus, Walafried Strabo und nach ihnen eine unabsehbare Reihe mittelalterlicher Schriftsteller[3]. Die ältesten und besten Martyrologien nennen ihre Namen, das alte
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Empfohlene Zitierweise:
Stephan Beissel: Das Martyrthum des hl. Victor und seiner Genossen. Freiburg im Breisgau: Herder, 1889. Seite 6. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Beissel_Das_Martyrthum_des_hl._Victor_und_seiner_Genossen.djvu/6&oldid=942622 (Version vom 19.12.2009)