Seite:Bonn Der verzauberte Frosch.djvu/28

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Knöpfle.

Was i such? Erdbeerle such i! Habe Sie vielleicht ebbes dagege einzwende?

Fee.

Ich will Dich warnen vor dem Unglück nur,
Das hier Dir droht!

Knöpfle.

A Unglück? Ja sage Sie, Madamle, wo isch denn des Unglück?

(Wendet sich zur Fee.)
Fee.

Was seh’ ich, nicht ein Mädchen ist’s!
Der Schneider Knöpfle! Wie kommt Ihr daher?

Knöpfle.

Was? Schneider Knöpfle! So hättet Ihr mi glei erkennt? Ja, woher wißt Ihr denn, daß i a Schneiderle bin?

Fee.

Was willst Du mit der tollen Mummerei?

Knöpfle.

Was Mummerei, i bin a Bauremädle, das hier im Wald die Frösch erlöse will!

Fee.

Und glaubst Du, daß der Zauberer getäuscht
Dich prüfen wird? Er, dessen heller Blick
Tief in die Herzen schaut. – Geh’, rette Dich;
Denn keinen Scherz versteht der strenge Mann.

Knöpfle.

Ja glaubt Ihr wirkli, Madamle, daß der Herr Zauberer glei merke thut, daß i koi Mädle bi, sondern nur a verkleidt’s Schneiderle?

Empfohlene Zitierweise:

Franz Bonn: Der verzauberte Frosch. Breitkopf und Härtel, Leipzig [ca. 1875], Seite 24. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Bonn_Der_verzauberte_Frosch.djvu/28&oldid=1872912 (Version vom 7.09.2012)