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Ehe wir von den Characteren handeln, mit denen wir es hier ganz besonders zu thun haben, will ich nur eben gewisse Verschiedenheiten zwischen den Geschlechtern anführen, welche dem Anscheine nach von Verschiedenheiten in ihren Lebensweisen abhängen; denn wenn auch derartige Fälle bei den niederen Classen häufig sind, so sind sie doch bei den höheren selten. Zwei Colibris, die zu der Gattung Eustephanus gehören und die Insel Juan Fernandez bewohnen, wurden lange Zeit für specifisch verschieden gehalten; wie mir aber Mr. Gould mittheilt, weiss man jetzt, dass es die beiden Geschlechter einer und derselben Species sind, sie weichen in der Form ihres Schnabels unbedeutend von einander ab. Bei einer andern Gattung von Colibris (Grypus) ist der Schnabel des Männchens dem Rande entlang gesägt und an seiner Spitze hakenförmig gekrümmt, wodurch er von dem des Weibchens bedeutend abweicht. Bei der Neomorpha von Neuseeland besteht, wie wir gesehen haben, eine noch grössere Verschiedenheit in der Form des Schnabels in Beziehung auf die Art und Weise, wie sich die beiden Geschlechter ernähren. Etwas Aehnliches lässt sich bei unserem Stieglitze (Carduelis elegans) beobachten; denn wie mir Mr. Jenner Weir versichert, können die Vogelfänger die Männchen an ihrem unbedeutend längeren Schnabel erkennen. Oft findet man Schaaren von Männchen sich von den Samen der Weberkarden (Dipsacus) nähren,
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Charles Darwin: Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl, II. Band. E. Schweizerbart'sche Verlagshandlung (E. Koch), Stuttgart 1875, Seite 36. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:DarwinAbstammungMensch2.djvu/50&oldid=1670072 (Version vom 9.10.2011)