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„Weil er tanzte!“ warf die junge Frau ein. „Nicht darum allein,“ entgegnete Stella, indem sie ihre spitzbübigen Augen halb schloß, „nein, weil er zu tanzen versteht! Wenn er aus seiner Ruhe erwacht, dieser Schelm, entdeckt man erst seine Leidenschaftlichkeit. Wie er bei all den Kotilliontouren so mit mir dahinflog, entfaltete er eine seltene Eleganz. Nein, weißt du, er gefällt mir wirklich! Nein, nein, ohne Spaß!“ Die Augenlider der jungen Frau zuckten, sie fühlte ihre Kraft weichen, und ihrer selbst nicht mehr mächtig, sank sie in den Lehnstuhl. Sie wollte fliehen, fort, weit fort, vor dem grausamen Martyrium, das ihrer harrte. „Aber sag’, was ist dir?“ fragte Stella. „Zieh’ dich schnell an,“ entgegnete Frau von Ellissen, „mir ist nichts.“ |
Marie Tihanyi Sturza: Das Gelübde einer dreißigjährigen Frau. Arthur Cavael, Leipzig 1905, Seite 113. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Das_Geluebde_einer_drei%C3%9Figj%C3%A4hrigen_Frau_Sturza.djvu/114&oldid=996583 (Version vom 14.01.2010)