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| Anonym: Edda |
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Schwer erträgt sie dieß NiedersinkenUnter des Laubbaums Stamm gebannt. 8
Die Sieggötter sehen die Sorge NannasUm die niedre Wohnung: sie geben ihr ein Wolfsfell. 9
Wählte Widrir6 den Wächter der Brücke,Den Giallarertöner,27 die Göttin zu fragen 10
Weihlieder sangen, auf Wölfen rittenDie Herscher und Hüter der Himmelswelt. 11
Der Weise fragte die Wächterin des Tranks,Ob von den Asen und ihren Geschicken 12
Sie mochte nicht reden, nicht melden konnte sies:Wie begierig sie fragten, sie gab keinen Laut. 13
Wie schlafbetäubt erschien den GötternDie Harmvolle, die des Worts sich enthielt. 14
Da fuhr hinweg der Vormann der Botschaft,Der Hüter von Herians gellendem Horn. |
Karl Simrock (Hrsg.): Die Edda, die ältere und jüngere, nebst den mythischen Erzählungen der Skalda, 6. Aufl., Stuttgart 1876, Seite 31. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Edda_(1876).djvu/039&oldid=941761 (Version vom 18.12.2009)