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| Anonym: Edda |
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Leben ist beßer, auch Leben in Armut:Der Lebende kommt noch zur Ruh. 70
Der Hinkende reite, der Handlose hüte,Der Taube taugt noch zur Tapferkeit. 71
Ein Sohn ist beßer, ob spät geborenNach des Vaters Hinfahrt. 72
Zweie gehören zusammen und doch schlägt die Zunge das Haupt.Unter jedem Gewand erwart ich eine Faust. 73
Der Nacht freut sich wer des Vorraths gewiss ist,Doch herb ist die Herbstnacht. 74
Wer wenig weiß, der weiß auch nicht,Daß Einen oft der Reichtum äfft; 75
Das Vieh stirbt, die Freunde sterbenEndlich stirbt man selbst; 76
Das Vieh stirbt, die Freunde sterben,Endlich stirbt man selbst; |
Anmerkungen (Wikisource)
- ↑ Bautasteine – schmale, hohe Denksteine in Skandinavien
Empfohlene Zitierweise:
Karl Simrock (Hrsg.): Die Edda, die ältere und jüngere, nebst den mythischen Erzählungen der Skalda, 6. Aufl., Stuttgart 1876. Seite 46. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Edda_(1876).djvu/054&oldid=941778 (Version vom 18.12.2009)