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| Anonym: Edda |
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Bald eilten die Asen all zur VersammlungUnd die Asinnen all zu der Sprache: 15
Da hub Heimdall an, der hellste der Asen,Der weise war den Wanen gleich: 16
„Auch laß er erklingen Geklirr der SchlüßelUnd weiblich Gewand umwalle seine Knie; 17
Da sprach Thôr also, der gestrenge Gott:„Mich würden die Asen weibisch schelten, 18
Anhub da Loki, Laufeyjas Sohn:„Schweig nur, Thôr, mit solchen Worten. 19
Das bräutliche Linnen legten dem Thôr sie an,Dazu den schönen, schimmernden Halsschmuck. 20
Da sprach Loki, Laufeyjas Sohn:„Nun muß ich mit dir als deine Magd: 21
Bald wurden die Böcke vom Berge getriebenUnd vor den gewölbten Wagen geschirrt. |
Empfohlene Zitierweise:
Karl Simrock (Hrsg.): Die Edda, die ältere und jüngere, nebst den mythischen Erzählungen der Skalda, 6. Aufl., Stuttgart 1876. Seite 84. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Edda_(1876).djvu/092&oldid=942069 (Version vom 18.12.2009)