Seite:Die erzwungene Heirath-Molière-Baudissin-1866.djvu/40

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Treu’, wenn ich’s recht bedenke, habe ich doch sehr klug daran gethan, mich aus der Geschichte herauszuziehen; ich war drauf und dran, einen Schritt zu thun, den ich Zeit meines Lebens bereut haben würde. Aber da kommt der Sohn; der wird mir wohl die Antwort bringen.


Sechzehnte Scene.
Alcidas. Sganarelle.

Alcidas (sehr gelassen, und mit süßlichem Ton). Mein Herr, ich bin Euer gehorsamster Diener.

Sganarelle. Und ich der Eure, mein Herr, von ganzem Herzen.

Alcidas (immer mit demselben Ton). Mein Vater hat mir gesagt, mein Herr, Ihr hättet Euer gegebenes Wort zurücknehmen zu wollen erklärt? –

Sganarelle. Ja, mein Herr, es thut mir unendlich leid, aber ....

Alcidas. O mein Herr, beunruhigt Euch darüber weiter nicht.

Sganarelle. Ich bedaure es, das versichere ich Euch, und ich wünschte ...

Alcidas. Wie gesagt, es hat weiter nichts auf sich. (Er überreicht dem Sganarelle zwei Degen.) Ich bitte nur, gefälligst von diesen zwei Degen einen zu wählen, gleichviel welchen.

Sganarelle. Von diesen zwei Degen?

Alcidas. Ja, wenn Ihr die Güte haben wollt.

Empfohlene Zitierweise:

Molière übersetzt von Wolf Graf von Baudissin: Die erzwungene Heirath. S. Hirzel, Leipzig 1866, Seite 344. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_erzwungene_Heirath-Moli%C3%A8re-Baudissin-1866.djvu/40&oldid=1852125 (Version vom 26.07.2012)