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5
Als ich ihm sein Gefieder

Mit Golde reich umwand,
Hub er sich in die Wolken
Und flog in fernes Land.

Mein Falk! Ich sah dich wieder,

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Stolz war dein Flug und hoch.

Du führst an deinem Fusse
Den seid’nen Riemen noch,
Und Gold um dein Gefieder;
Doch mich vermeidest du.

15
Gott sende jedem Herzen

Sein holdes Liebchen zu!

Bewegt ist meine Seele,
Mein Auge thränenvoll,
Dass ich von meiner Schönen

20
Und Guten scheiden soll.

Verleumder, die mich trennten,
Euch stürze Gott in Leid!
Gott lohne, wer mich aussöhnt,
Mit Lieb’ und Seligkeit!

Nach dem von Kürenberg.
(12. Jahrh.)





Konzert.

[Dieses Gedicht ist erst ab dem Jahr 2017 gemeinfrei]

Arthur von Wallpach.
Empfohlene Zitierweise:

Verschiedene: Die zehnte Muse. Otto Elsner, Berlin 1904, Seite 95. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_zehnte_Muse_(Maximilian_Bern).djvu/101&oldid=1709641 (Version vom 29.10.2011)