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Mitunter tritt der Fall ein, dass dasselbe Märchen zu zwei verschiedenen Gruppen gerechnet werden kann. Neben einem übernatürlichen Gegner oder Helfer kann z. B. ein Zaubergegenstand vorkommen. Die ausschlaggebende Bedeutung ist dann dem für die Handlung wichtigsten Faktor zuerteilt worden, aber ausserdem wird das betreffende Märchen in Parenthese auch an der zweiten Stelle angeführt, mit Hinweis auf den Platz, den es im Verzeichnisse gefunden hat. Derartige Hinweise sind auch in den übrigen Teilen des Verzeichnisses bisweilen angewandt worden. Es kann z. B. dieselbe Erzählung sowohl als Teufels- wie als Tiermärchen auftreten. So verhält es sich z. B. mit der „Ernteteilung“ (No. 1030), wo der eine Teilhaber den oberen, der andere den unteren Teil der Ernte erhält. Diese Erzählung ist unter die Teufelsmärchen eingereiht worden, zu denen sie wahrscheinlich ihrem Ursprunge nach gehört, aber sie findet sich mit Hinweis auf ihren eigentlichen Platz auch unter den Tiermärchen als zwischen Fuchs und Bär oder Mensch und Bär sich abspielende Begebenheit angeführt. Es mag auch noch erwähnt werden, dass mit einander verwandte Märchentypen sowie Einzelzüge, die sich in mehreren verschiedenen Märchentypen wiederfinden, ebenfalls mit Hinweisen versehen worden sind. |
Antti Aarne: Verzeichnis der Märchentypen. Suomalaisen Tiedeakatemian Toimituksia, Helsinki 1910, Seite VIII. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:FFC3.djvu/10&oldid=1535645 (Version vom 17.04.2011)