Seite:Freiligrath-Prozess.djvu/13
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Hier aber sind wir am Marksteine seiner merkantilischen Laufbahn angelangt; denn nachdem er in Barmen von 1837 bis 1839 sich noch auf dem Comptoire beschäftigt hatte, entsagte er ganz der Kaufmannschaft und widmete sich dem Berufe, zu dem die Natur ihn bestimmt und gestempelt, dem aber auf längere Zeit sich zu entziehen, Umstände ihn veranlaßt hatten, – er widmete sich nun ganz dem Dichterberufe. Von dieser Zeit an tritt Freiligrath in die große Welt, und wir sehen in ihm bald einen Mann, der in den Reihen Derer steht, welche zu des deutschen Volkes Lieblingen gezählt wurden. Als er das Comptoir verließ, war sein Name schon bekannt und seine zerstreut erschienenen Gedichte hatten reicheren Beifall gefunden, als viele Dichter, welche vollständige Sammlungen ihrer Gedichte hatten veranstalten lassen. Das Einzige, was in der Zeit des Aufenthaltes in Barmen vollständig von ihm dem Publikum übergeben wurde, sind die Uebersetzungen von „Victor Hugo’s Oden“ im Versmaaß des Originals, Frankfurt 1836, und die Umbildung der „Dämmerungsgesänge Victor Hugo’s“ Stuttgart 1836. (6. Aufl. 1843.) Hier können wir uns nicht enthalten, die Bemerkung einzuflechten, daß Freiligrath nicht den traurigen Ruhm eines |
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Stenographischer Bericht des Processes gegen den Dichter Ferdinand Freiligrath. Düsseldorf 1848. Seite 9. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiligrath-Prozess.djvu/13&oldid=765121 (Version vom 15.7.2009)