Seite:Freiligrath-Prozess.djvu/12
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Was den Uebergang Freiligrath’s vom Gymnasium zur Kaufmannschaft anlangt, so scheinen sich Alle in dem Punkte zu einigen, daß diese Aenderung des Lebensberufes eine seiner Neigung nicht befreundete gewesen sei, und daß sie ihm niemals wahre, innere Zufriedenheit verschafft habe; denn eine in etwa genauere Kenntniß seiner Geistesprodukte und der Richtung, welche dieselben charakterisirt, lehrt uns, daß Freiligrath eine angeborene Neigung besessen, sich auf dem Gebiete des schaffenden und bildenden Geistes zu bewegen und demselben allein seine Kräfte und Anlagen zu widmen und zu opfern; dem praktischen Leben aber sich anheimzugeben und in demselben zu wirken, das scheint nie sein Beruf gewesen zu sein. Unser Dichter nun verließ das elterliche Haus und ging nach Soest*)[1] hinüber, wo er auf einem Comptoire seine Lehrjahre
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Empfohlene Zitierweise:
Stenographischer Bericht des Processes gegen den Dichter Ferdinand Freiligrath. Düsseldorf 1848. Seite 8. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiligrath-Prozess.djvu/12&oldid=813967 (Version vom 6.8.2009)