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Bums, bums! Schauerlich klang es durchs Haus. Möllmanns, die unter Onkel Willibalds Baderaum ihr Schlafzimmer hatten, war ein großes Stück Zimmerdecke ins Bett gefallen, gefolgt von einem Guß Wasser. Das war ein Spektakel im Hause. Mit einem Gipskranz von der Deckenverzierung um den Hals, stürzte Vater Möllmann im Nachthemd, gefolgt von Weib und Kind, nach oben. Das undefinierbare Gewirr am Boden, vom Mond beleuchtet, machte Möllmann graulen. Mit Schwierigkeit erkannte man erst nach einer Weile als den Kern des Gewirrs den Onkel. Er schrie plötzlich jäh nach einem Ofen auch für das rechte Bein, da er daran fröre. Trotz diesen Ungemachs ließ der Onkel seine Bademanie nicht fallen. Mit „Plitsche-Platsche“ war es nichts. Man sollte in so was nicht sparen. Er verschenkte die Bruchstücke des transportablen Bades an einen blinden Indianer. |
Hermann Harry Schmitz: Der Säugling und andere Tragikomödien. Ernst Rowohlt Verlag, Leipzig 1911, Seite 75. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Hermann_Harry_Schmitz_Der_Saeugling.djvu/075&oldid=1269074 (Version vom 17.10.2010)