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Mareile sagte nichts. Sie waren an den Park von Lantin gekommen. „Was sagen Sie von meinem Gleichnis?“ fragte Hans. „Gut ist es,“ erwiderte Mareile und reichte ihm ihre Hand hinüber: „Gute Nacht.“ Hans hielt die kühle Hand fest, die wie kraftlos in der seinen lag. Er sah Mareile in das mondbeglänzte Gesicht, in die Augen mit dem schmelzenden Glanz, den Mädchenaugen annehmen, wenn das Gefühl den Willen übermannt. Er mußte lachen, so stark schüttelte ihn ein plötzliches Triumphgefühl. „Fräulein Mareile,“ begann er, aber schon schnaufte Leutnant von Remms Stute hinter ihnen.
„Jetzt ist’s geschehen,“ meldete er. „Was? So sagen Sie doch,“ drängte Agnes von Scharf. „Er hat ihr die Hand geküßt,“ meinte Remm und setzte sich bekümmert auf die Gartenbank. „Sein Sie nicht tragisch, Remm,“ sagte die Gräfin Blankenhagen, „Fräulein Cibò kann doch nicht auf alle Leutnants Rücksicht nehmen. Ich finde unseren Maler sehr nett.“ „Das muß so kommen,“ dozierte Fräulein von Mikewitz. |
Eduard von Keyserling: Beate und Mareile. S. Fischer, Berlin [1903], Seite 46. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Keyserling_Beate_und_Mareile.djvu/46&oldid=1178921 (Version vom 22.07.2010)