Seite:Pole Poppenspäler.djvu/145

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Quartier, um Band und Nagel zu holen; er macht's halt firti für heunt Abend.« 

     »Bist du denn ganz allein hier, Lisei?« 

     — »O nei; du bist ja aa no da!« 

     [178] »Ich meine«, sagte ich, »ob nicht deine Mutter oben auf dem Saal ist?« 

     Nein, die Mutter saß in der Herberge und besserte die Puppenkleider aus; das Lisei war hier ganz allein.

     »Hör'«, begann ich wieder, »du könntest mir einen Gefallen tun; es ist unter Euren Puppen einer, der heißt Kasperl; den möcht ich gar zu gern einmal in der Nähe sehen.« 

     »Den Wurst'l meinst?« sagte Lisei, und schien sich eine Weile zu bedenken. »Nu, es ging scho; aber g'schwind mußt sein, eh' denn der Vater wieder da ist!« 

     Mit diesen Worten waren wir schon ins Haus getreten und liefen eilig die steile Wendeltreppe hinauf. — Es war fast dunkel in dem großen Saale; denn die Fenster, welche sämtlich nach dem Hofe hinaus lagen, waren von der Bühne verdeckt; nur

Empfohlene Zitierweise:

Theodor Storm: Pole Poppenspäler. Braunschweig: Geoge Westermann, 1875. Seite 145. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Pole_Poppensp%C3%A4ler.djvu/145&oldid=756462 (Version vom 14.7.2009)

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