Seite:Pole Poppenspäler.djvu/154
aus Wikisource, der freien Quellensammlung
|
»Allerdings, mein Freund«, sagte Wagner; »eines Dieners mit Weisheitszähnen bin ich baß entraten; die Dinger sind nur für uns gelehrte Leute. Aber Er hat ja noch einen Bruderssohn, der sich auch bei mir zum Dienst gemeldet hat. Vielleicht«, und er wandte sich gegen den Doktor Faust, »erlauben Eure Magnifizenz!« Der Doktor Faust machte eine würdige Drehung mit dem Kopfe. [183] »Tut, was Euch beliebt, mein lieber Wagner«, sagte er; »aber stört mich nicht weiter mit Euren Lappalien in meinem Studium der Magie!« — — »Heere, mei Gutester«, sagte ein Schneidergesell, der vor mir auf der Brüstung lehnte, zu seinem Nachbar, »das geheert ja nicht zum Stück; ich kenn's, ich hab es vor ä Weilchen erst in Seifersdorf gesehn.« — Der Andere aber sagte nur: »Halt's Maul, Leipziger!« und gab ihm einen Rippenstoß. |
Empfohlene Zitierweise:
Theodor Storm: Pole Poppenspäler. Braunschweig: Geoge Westermann, 1875. Seite 154. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Pole_Poppensp%C3%A4ler.djvu/154&oldid=756471 (Version vom 14.7.2009)