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| Antti Aarne: Beiträge zur frage nach dem verhältnis zwischen den morgen- und abendländischen märchen |
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Aus dem vorstehenden folgt, dass das asiatische märchen schon vor der entstehung des europäischen in Europa bekannt gewesen ist. Im hinblick hierauf kann es befremdend erscheinen, dass das letztere dennoch viel allgemeiner verbreitet ist als das erstere. Das beruht durchaus auf der verschiedenen anziehungskraft der märchen. Das asiatische märchen erscheint trocken, während das europäische im höchsten grade zu fesseln und das interesse des hörers rege zu halten vermag. In dem alten lateinischen tierepos Ysengrimus, das ein flandrischer dichter Nivardus um die mitte des 12. jahrhunderts n. Ch. verfasste, ist das europäische märchen von den auf der wanderschaft befindlichen haustiere mit einem anderen tiermärchen verbunden.[1] Auch da vertreiben die haustiere die wölfe, aber der anlass der flucht ist eine list der haustiere. Dasselbe märchen kommt auch im volksmunde vor, besonders in Russland und Finnland.
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Antti Aarne: Beiträge zur frage nach dem verhältnis zwischen den morgen- und abendländischen märchen. Société Finno-ougrienne, Helsinki 1914, Seite 4. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:SUST_MSFou_XXXV,_1.djvu/4&oldid=1749430 (Version vom 10.01.2012)