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Sie hatte bei seinen ersten Worten die Hand ihres Mannes versichernd in die ihrigen gepreßt; seine letzten Worte konnten sie nicht erfreuen „Für wen soll der Besitz?“ sagte sie. „Du müßtest denn ein ander Weib nehmen; ich bring’ Dir keine Kinder.“ Thränen schossen ihr in die Augen; aber er zog sie fest in seine Arme: „Das überlassen wir dem Herrgott,“ sagte er; „jetzt aber, und auch dann noch sind wir jung genug, um uns der Früchte unserer Arbeit selbst zu freuen.“ Sie sah ihn lange, während er sie hielt, aus ihren dunklen Augen an. „Verzeih, Hauke,“ sprach sie; „ich bin mitunter ein verzagt’ Weib!“ Er neigte sich zu ihrem Antlitz und küßte sie: „Du bist mein Weib und ich Dein Mann, Elke! Und anders wird es nun nicht mehr.“ |
Theodor Storm:Der Schimmelreiter. Berlin: Gebrüder Paetel, 1888, Seite 129. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Storm_Der_Schimmelreiter.djvu/129&oldid=1412042 (Version vom 14.01.2011)