Seite:Storm Der Schimmelreiter.djvu/49

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wieder; dann folgte allmälig ein ruhigeres Athmen; man konnte wohl ein wenig plaudern; Hauke wußte nur nicht, was. Als sie aber das Strickzeug in die Höhe zog, und die Vögel sich nun in ihrer ganzen Länge zeigten, flüsterte er über den Tisch hinüber: „Wo hast Du das gelernt, Elke?“

„Was gelernt?“ frug das Mädchen zurück.

– „Das Vogelstricken?“ sagte Hauke.

„Das? Von Trien’ Jans draußen am Deich; sie kann allerlei; sie war vor Zeiten einmal bei meinem Großvater hier im Dienst.“

„Da warst Du aber wohl noch nicht geboren?“ sagte Hauke.

„Ich denk’ wohl nicht; aber sie ist noch oft ins Haus gekommen.“

„Hat denn die die Vögel gern?“ frug Hauke; „ich meint’, sie hielt es nur mit Katzen!“

Elke schüttelte den Kopf: „Sie zieht ja Enten und verkauft sie; aber im vorigen Frühjahr, als Du den Angorer todtgeschlagen hattest, sind ihr hinten im Stall die Ratten dazwischen gekommen; nun will sie sich vorn am Hause einen andern bauen.“

„So,“ sagte Hauke und zog einen leisen Pfiff

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Theodor Storm:Der Schimmelreiter. Berlin: Gebrüder Paetel, 1888, Seite 49. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Storm_Der_Schimmelreiter.djvu/49&oldid=2050435 (Version vom 14.08.2013)