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Auf der Straße war es ganz still und einsam; die langen Häuser standen im hellen Mondschein und glotzten mit ihren schwarzen Fenstern recht dumm in die Stadt hinaus; aber die Menschen waren nirgends zu sehen. Es rasselte recht, als der kleine Häwelmann in seinem Rollenbette über das Straßenpflaster fuhr, und der gute Mond ging immer neben ihm und leuchtete. So fuhren sie Straßen aus, Straßen ein; aber die Menschen waren nirgends zu sehen. Als sie bei der Kirche vorbeikamen, da krähte auf einmal der große goldene Hahn auf dem Glockenthurme. Da hielten sie still. Was machst du da? rief der kleine Häwelmann hinauf. Ich krähe zum ersten Mal! rief der goldene |
Theodor Storm: Sommergeschichten und Lieder. Duncker, Berlin 1851, Seite 26. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Theodor_Storm_Sommergeschichten_und_Lieder.djvu/34&oldid=1342177 (Version vom 14.11.2010)