Sonderbare Wirkung eines Blitzschlages
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XVII. Sonderbare Wirkung eines Blitzschlages.
Die Comptes rendus, aus deren No. 23 (T. XVI p. 1328) diese Nachricht entnommen ist, fügen Folgendes hinzu: Am 10. Mai 1785 schlug der Blitz in den Glockenthurm des Kollegiums von Riom, in der Auvergne; er fuhr an dem (vom Regen ganz durchnäßten) Strick einer der Glocken herab, und tödtete einen daneben stehenden Mann, indem er in die Ferse eintrat und zum Kopf hinausfuhr. Er hinterließ auf dem Körper dieses Mannes sonderbare Zeichen, die in einem Bericht an die Academie der Wissenschaften, vom 5. Aug. 1786, folgendermaßen beschrieben werden: »Es scheint, daß er bei seinem Durchgang das Blut [159] in alle Gefäße der Haut getrieben, und so alle Verästelungen dieser Gefäße äußerlich sichtbar gemacht habe.« »Wie ungewöhnlich diese Thatsache auch scheinen mag, fahren die Berichterstatter fort (die HH. Bossut und Leroy), so ist sie doch nicht neu: der Pater Beccaria bringt eine ähnliche bei. Auch Hr. Franklin hat es einem von uns, Hrn. Leroy, mehrmals erzählt, daß ein Mann, etwa in den vierzigen, der während eines Gewitters in einer Thür stand, den Blitz auf einen gegenüberstehenden Baum fallen sah, und daß man hierauf, wie durch ein Wunder, ein Abbild dieses Baums auf der Brust des Mannes wahrnahm … Hr. Besile (Verfasser des Berichts über den Blitzschlag von Riom) steht, mit Recht, nicht an, diese Wirkung der Ursache zuzuschreiben, auf welche wir dieselbe, nach ihm, bezogen haben, nämlich der Irruption des Bluts in die Hautgefäße, welche ganz ähnlich wie eine Injection wirkt. |
