| Textdaten |
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| Autor: |
Christian Fürchtegott Gellert |
| Titel: |
Till |
| Untertitel: |
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| aus: |
Sämmtliche Schriften. 1. Theil: Fabeln und Erzählungen, Zweytes Buch. S. 157 |
| Herausgeber: |
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| Auflage: |
1. Auflage |
| Entstehungsdatum: |
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| Erscheinungsdatum: |
1769 |
| Verlag: |
M. G. Weidmanns Erben und Reich und Caspar Fritsch |
| Drucker: |
{{{DRUCKER}}} |
| Erscheinungsort: |
Leipzig |
| Übersetzer: |
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| Originaltitel: |
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| Originalsubtitel: |
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| Originalherkunft: |
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| Quelle: |
Scans auf Commons |
| Kurzbeschreibung: |
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| Erstdruck 1746/48 |
Artikel in der Wikipedia
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| Bearbeitungsstand |
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Till.
Der Narr, dem oft weit minder Witz gefehlt,
Als vielen, die ihn gern belachen,
Und der vielleicht, um andre klug zu machen,
Das Amt des Albernen gewählt
5
(Wer kennt nicht Tills berühmten Namen?)
Till Eulenspiegel zog einmal
Mit andern über Berg und Thal.
So oft als sie zu einem Berge kamen,
Gieng Till an seinem Wanderstab
10
Den Berg ganz sacht und ganz betrübt hinab;
Allein wenn sie berganwärts stiegen,
War Eulenspiegel voll Vergnügen.
Warum, fieng einer an, gehst du bergan so froh?
Bergunter so betrübt? Ich bin, sprach Till, nun so.
15
Wenn ich den Berg hinuntergehe:
So denk ich Narr schon an die Höhe,
Die folgen wird, und da vergeht mir denn der Scherz;
Allein wenn ich berganwärts gehe:
So denk ich an das Thal, das folgt, und faß ein Herz.
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20
Willst du dich in dem Glück nicht ausgelassen freun,
Im Unglück nicht unmäßig kränken:
So lern so klug, wie Eulenspiegel, seyn,
Im Unglück gern ans Glück, im Glück ans Unglück denken.