Vor dem Frühling
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| Autor: |
tn. |
| Titel: |
Vor dem Frühling |
| Untertitel: |
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| aus: |
Wünschelruthe - Ein Zeitblatt. Nr. 22, S. 88 |
| Herausgeber: |
Heinrich Straube und Johann Peter von Hornthal |
| Auflage: |
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| Entstehungsdatum: |
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| Erscheinungsdatum: |
1818 |
| Verlag: |
Vandenhoeck und Ruprecht |
| Drucker: |
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| Erscheinungsort: |
Göttingen |
| Übersetzer: |
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| Originaltitel: |
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| Originalsubtitel: |
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| Originalherkunft: |
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| Quelle: |
Scans auf Commons |
| Kurzbeschreibung: |
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Artikel in der Wikipedia
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Vor dem Frühling.
Die Knospe in den Windeln lieget,
In einem Bett von Strahlengold,
Ein lauer Wind sie stille wieget,
Bis sie aufschlägt das Auge hold.
5
Die Zweige träumen schon die Lieder,
Die ihnen bald der Frühling singt,
Sie dehnen ihre starren Glieder,
Weil Sonnenblut sie frisch durchdringt.
Der Baum, er ahndet seine Blätter,
10
Die ihn durchschatten in dem May’n,
Und liest die Schrift, die ihm den Retter
Verkündet, in der Sterne Reih’n.
Des Eises Fessel löst die Erde,
Die Thräne die zurückgedrängt,
15
Die Sehnsucht die da eingezwängt
Vom Frost, muß ausgeströmet werden
Im Bächlein, daß die Lieb erblüht
Und rings in Feldern grünend glüht.
Und auf der Sterne Blumengründen
20
Steigt zum Geliebten auf die Erd,
Der frei auf seinem Strahlenheerd
nun schmiedet goldne Netzgewinde
Darunter dann geheimnißreich
Geboren wird des Lebens Reich.
tn.
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