William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CXLI

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett CXLI.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 73
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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Quelle: Scan auf Commons
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[73]

Nicht meine Augen sind von Lieb’ entflammt,
Da tausend Mängel sie an dir erspäh’n;
Allein es liebt mein Herz, was sie verdammt,
Dem Blick zum Trotz muß Liebe es erfleh’n.

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Mein Ohr kann deiner Stimme Laut nicht reizen,

Zu schnödem Tasten kein Gefühl sich rührt,
Geschmack nicht noch Geruch danach je geizen,
Daß Sinnenschmaus zu dir allein sie führt.
Doch weder Witz noch Sinne haben Kraft,

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Von deinem Dienst ein thöricht Herz zu halten,

Das seinen Herrn zur nicht’gen Larv’ umschafft,
Zum Sclaven deines stolzen Herzens Walten.
    Doch meine Pest hat Heil mir auch gewährt,
    Daß Büßen mich die Sünde hat gelehrt.

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