William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett XI

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett XI.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 8
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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So schnell du welkst, so schnell wächst du von Neu’m
In deinem Sprößling, seit du ihn geboren;
Das frische Blut, das jung du wirst verleih’n,
Heißt dein’s, wenn du die Jugend auch verloren.

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Darin lebt Zuwachs, Weisheit, Lieblichkeit,

Darohne Alter und thörichter Sinn;
Dächt’ Jeder so, wär’s bald aus mit der Zeit,
In sechzig Jahren stürb’ die Welt dahin.
Die nicht zur Frucht Natur bestimmte hier,

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Die mögen häßlich, rauh, unfruchtbar enden;

Mehr als den Bestbegabten gab sie dir,
Drum ihre Fülle schätz’ mit vollen Händen.
    Sie schnitt zu ihrem Siegel dich, daß leer
    Dies Bild nicht sterbe, und du abdruckst mehr.

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