Zinnfiguren

aus Wikisource, der freien Quellensammlung

Wechseln zu: Navigation, Suche
Textdaten
<<< >>>
Autor: Joachim Ringelnatz
Titel: Zinnfiguren
Untertitel:
aus: Gedichte, Gedichte von Einstmals und Heute
S. 57-58
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1934
Verlag: Ernst Rowohlt
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo.png Artikel in der Wikipedia
Bild
[[Bild:|250px]]
Bild
{{{EXTERNESBILD}}}
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Link zur Indexseite]]


[57]

Zinnfiguren

Die Zinnfiguren sind
Verbindung zwischen Kunst und Kind.
Sie schildern alle Zeiten.
[58]
Da schreiten, stehn und reiten

5
Klein-märchenbunt aus jedem Land:

Indianer, Ritter, Sachsen,
Und was der Schöpfer sonst erfand.

Auch Bäume, schön gewachsen,
Auch Häuser, Schiffe, Eisenbahn,

10
Flugzeuge, Autos, Pelikan

Wie jedes andere Getier;
Kurz: Allerlei und Jederlei
Ist hier –
Studiert nach Farbe, Form und Sinn –

15
Schön ausgeprägt in Zinn.


Mitunter ist das Zinn aus Blei.

Sinnvoll, mit Liebe aufgestellt,
Zeigt das im Kleinen große Welt.

Wenn das uns Alten noch gefällt,

20
Will das für mich bedeuten:

Die Zinnfiguren sind
Verbindung zwischen Kunst und Kind
Und uns, den alten Leuten.

Persönliche Werkzeuge