ADB:Böck, Johann Michael

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Artikel „Bök, Johann Michael“ von August Förster in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 3 (1876), S. 90–91, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:B%C3%B6ck,_Johann_Michael&oldid=2489809 (Version vom 22. April 2018, 12:10 Uhr UTC)
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Bök: Johann Michael B., geb. 1743 in Wien, entlief der Barbierstube, um zum Theater zu gehen. Er kam früh zur Ackermann’schen [91] Gesellschaft, wo wir ihn schon 1762 treffen. Neben Meistern, wie Eckhof, Ackermann und dem jungen Friedrich Ludwig Schröder konnte sich B. nicht in der ersten Reihe behaupten. Er war weder äußerlich glänzend begabt, noch mit inneren Vorzügen genügend ausgestattet, um den wirklich bedeutenden Künstlern der Hamburgischen Schule beigezählt werden zu können. Indeß war er ein routinirter und mit Geschick auf den Beifall der Menge spielender Schauspieler. Mit Eckhof ging er von Ackermann zu Seyler über und kam 1775 an das neu errichtete Hoftheater in Gotha, dessen Direction ihm nach Eckhof’s Tode übertragen wurde. Als 1779 die Auflösung desselben erfolgte, kam B. nach Mannheim, wo er 18. Juli 1793 starb. Er war der erste Karl Moor in den Räubern. In Mannheim wurde er geschätzt. Seinen Künstlerwerth haben aber Schröder sowol, wie Müller, der ihn 1776 in Gotha sah, nicht hoch gestellt. Auch seine Landsleute wollten ihn – er gastirte im Nationalthater an der Burg 1777 – nicht anerkennen. Bedeutender als Schauspielerin war seine Frau, geb. Sophie Schulz, die namentlich im Lustspiel ausgezeichnete Leistungen gab, aber auch leidenschaftlichen Rollen, wie Marwood, gerecht wurde. Auch nachdem sie in das Fach der Mütter übergegangen war, bewährte sie eine hervorragende Künstlerschaft.