ADB:Böttiger, Karl Wilhelm

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Böttiger, Karl Wilhelm“ von Heinrich Theodor Flathe in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 3 (1876), S. 207, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:B%C3%B6ttiger,_Karl_Wilhelm&oldid=- (Version vom 16. Juli 2019, 19:08 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Bottschild, Samuel
Band 3 (1876), S. 207 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Karl Wilhelm Böttiger in der Wikipedia
GND-Nummer 116226765
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|3|207|207|Böttiger, Karl Wilhelm|Heinrich Theodor Flathe|ADB:Böttiger, Karl Wilhelm}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=116226765}}    

Böttiger: Karl Wilhelm B., geb. 15. Aug. 1790 zu Bautzen, wo damals sein Vater, Karl August B., Gymnasialdirector war. Auf dem Gymnasium zu Gotha vorgebildet, studirte er in Leipzig Theologie, faßte aber während eines dreijährigen Aufenthaltes als Hofmeister im Hause des Grafen von Schönfeld, sächsischen Gesandten in Wien, der ihn mit verschiedenen Mitgliedern des Wiener Congresses in persönliche Berührung brachte, den Entschluß, sich dem Studium der Geschichte zu widmen. Nach einjähriger Vorbereitung unter Heeren’s Leitung zu Göttingen, habilitirte er sich 1817 zu Leipzig, wurde 1819 außerordentlicher Professor und 1821 an Meusel’s Stelle als ordentlicher Professor der Geschichte und Bibliothekar nach Erlangen berufen. Als Schriftsteller trat er zuerst mit dem biographischen Versuche: „Heinrich der Löwe, Herzog der Sachsen und Baiern“, 1819, hervor. In den J. 1830 und 1831 erschien von ihm als ein Theil der Heeren-Ukert’schen Staatengeschichte in zwei Bänden die „Geschichte des Kurstaates und Königreiches Sachsen“, die freilich strengeren Anforderungen nicht gerecht wurde. Von litterargeschichtlichem Interesse waren die Biographie seines Vaters (1887) und die aus dessen Nachlaß herausgegebenen „Litterarischen Zustände und Zeitgenossen“ (1838, 2 Theile.). Seine übrige ausgedehnte litterarische Thätigkeit war mehr auf eine populäre, auch durch die Form ansprechende Behandlung, als auf gelehrte Forschungen gerichtet. Seine „Allgemeine Geschichte für Schule und Haus“, 1824, erlebte bis 1856 zwölf, seine „Deutsche Geschichte“, 1828–1855 fünf, seine „Geschichte des deutschen Volkes und des deutschen Landes“, 2 Bde., 1835–1845 drei Auflagen. „Geschichte Baierns“, 1832. „Weltgeschichte in Biographien“, 8 Bde., 1839–1846. Er starb am 26. Nov. 1862.