ADB:Berken, Ludwig

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Artikel „Berken, Ludwig“ von Joseph Albert Alberdingk Thijm in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 2 (1875), S. 399, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Berken,_Ludwig&oldid=- (Version vom 13. November 2019, 10:33 Uhr UTC)
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Berken: Ludwig B. (Berquen), geb. zu Brügge in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, ist nach den Nachrichten, welche sein Namensvetter Robert von Berquen, ein Juwelier des 17. Jahrhunderts über ihn gibt, der Erfinder der Diamantenschleiferei, wovon freilich Boetius de Boot von Brügge und Andere nichts melden. Da Ludwig zu Paris, wohin er gesandt war, nicht viel Lust zu den Studien zeigte, rief sein Vater ihn zurück, und der Sohn begann jetzt aus Liebhaberei Diamanten mit dem abfallenden Staub zu schleifen. Als Karl der Kühne davon hörte, übergab er ihm die drei berühmten großen Diamanten zum Schleifen und zahlte zum Lohn 3000 Dukaten. Man weiß, daß Karl einen dieser Diamanten dem Papste Sixtus IV., einen dem König Ludwig XI. schenkte und einen für sich selbst behielt; dieser letztere ist bei Morgarten verloren gegangen, von einem Schweizer wiedergefunden, später von dem Herzog von Orleans angekauft worden und im J. 1793 aufs neue verschwunden.

Biogr. nat. de Belg.