ADB:Boenicke, Christian

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Artikel „Boenicke, Christian“ von Carl Ruland in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 3 (1876), S. 30–31, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Boenicke,_Christian&oldid=2485995 (Version vom 15. Dezember 2017, 13:44 Uhr UTC)
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Boenicke: Christian B., geb. zu Wirzburg 1745, † daselbst 14. Aug. 1805, ein Bruder des Salzburger Kanzlers d. N., erhielt durch fünf Jahre bis 1763 seine [31] Bildung in dem Aufseßischen Seminar in Bamberg, an welcher Universität er am 26. Aug. 1763 die philosophische Doctorwürde empfing. Hierauf trat er in das Clericalseminar in Wirzburg, wurde 1769 zum Priester ordinirt, trat von da 1773 in die Seelsorge als Caplan nach Iphofen, nachdem er vorher zwei Jahre Hofmeister bei dem Geheimen Rath v. Röthlein, und nachher 1775–1778 bei der Familie v. Gebsattel gewesen war. 1779 Caplan bei Weihbischof v. Gebsattel, wurde er 1780–1788 Hofmeister der Pagen des adeligen Seminars und zugleich nach Abgang des berühmten Geschichtschreibers der Deutschen – Michael Ignaz Schmidt – nach Wien sein Nachfolger als Professor der Reichsgeschichte. B. blieb auch nach der Säcularisation an der Universität Wirzburg als Professor der Geschichte thätig und galt als ein hochbegabter Lehrer, der freilich seinem Glas Wein einen besondern Vorzug gab. Aber als Schriftsteller hat er die Deutschen gelehrt, wie man eine Universitätsgeschichte pragmatisch schreiben müsse; sein „Grundriß einer Geschichte von der Universität zu Wirzburg“. Wirzburg 1782–88. Zwei Theile. 4. steht auch heute noch unübertroffen da.

C. A. Baader, Lexikon verstorbener Baier. Schriftsteller. I. S. 51.