ADB:Brüggemann, Karl Heinrich

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Artikel „Brüggemann, Karl Heinrich“ von Karl Theodor von Inama-Sternegg in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 3 (1876), S. 405, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Br%C3%BCggemann,_Karl_Heinrich&oldid=- (Version vom 18. September 2019, 20:42 Uhr UTC)
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Brüggemann: Karl Heinrich B., Publicist, geb. 29. Aug. 1810 in Hopsten (Regierungsbez. Münster), studirte in Bonn und Heidelberg Rechts- und Staatswissenschaften, wurde daselbst in die burschenschaftlichen Conflicte verwickelt und bald darauf, als Theilnehmer an dem Hambacher und Wilhelmsbader Feste (1832), mußte er das Los seiner Genossen theilen, welche in Untersuchung gezogen in langer Haft gehalten und endlich zum Tode verurtheilt wurden (1837); begnadigt zu lebenslänglicher Festungshaft saß er noch bis 1840 auf der Festung Posen. Nach seiner Amnestirung begab er sich 1841 nach Berlin, um sich für Nationalökonomie zu habilitiren, wofür er seine Befähigung in der „Kritischen Beleuchtung des List’schen Systems der politischen Oekonomie“ 1842 glänzend bewies. Die Universität nahm in jedoch in Folge der Opposition des Ministers Eichhorn nicht auf und so ward er auf das Feld der Publicistik gedrängt, auf welchem er als Mitarbeiter der Rheinischen Zeitung, besonders aber als späterer Chefredacteur der Kölnischen Zeitung (1846–1855) sich bald eine hervorragende Stellung erkämpfte. In politischen Fragen neigte B. später zur conservativen Partei, auf ökonomischem Gebiete gehörte er immer und zwar entschieden der freihändlerischen Richtung an. Von seinen Schriften sind außer der genannten bemerkenswerth: „Preußens Beruf in der deutschen und preußischen Staatsentwicklung“, 1843; „Der deutsche Zollverein und das Schutzsystem“, 1845; „Meine Leitung der Kölnischen Zeitung 1846–1855“, Leipzig 1855.