ADB:Brix, Richard

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Brix, Richard“ von Bernhard von Poten in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 47 (1903), S. 259–260, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Brix,_Richard&oldid=- (Version vom 18. Oktober 2019, 01:54 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 47 (1903), S. 259–260 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand Dezember 2009, suchen)
GND-Nummer 101546556
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|47|259|260|Brix, Richard|Bernhard von Poten|ADB:Brix, Richard}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=101546556}}    

Brix: Heinrich Otto Richard B., königlich preußischer Oberst, am 24. Februar 1831 zu Berlin geboren, ging aus der Artillerie, bei welcher er ursprünglich eingetreten und 1851 Officier geworden war, im Jahre 1858 zur Cavallerie über, besuchte die Allgemeine Kriegsschule, war zum Topographischen Bureau des Generalstabes commandirt und machte den Krieg vom Jahre 1866 als Rittmeister im 2. Ulanenregimente in Oberschlesien, den von 1870/71 in gleicher Eigenschaft beim 15. Ulanenregimente mit. Hier ward er am 16. August in der Schlacht von Vionville-Mars la Tour leicht verwundet; seine Leistungen trugen ihm das Eiserne Kreuz I. Classe ein; die von ihm in der Zeit vom 7. bis zum 15. jenes Monats erstatteten Meldungen fanden später die besondere Anerkennung des Feldmarschalls Graf Moltke (Die Reiterei der Ersten und Zweiten deutschen Armee von v. Pelet-Narbonne. Berlin 1899, S. 96). Im J. 1878 wurde er als Major im 2. Hannoverschen Dragonerregimente Nr. 16 zum Vorsteher der Geheimen Kriegskanzlei ernannt und ist in dieser Stellung am 30. December 1895 zu Berlin gestorben.

Durch gründliche militärische Bildung und ausgebreitete Sprachkenntnisse befähigt entfaltete er auf verschiedenen Gebieten eine rege schriftstellerische Thätigkeit. Die bedeutendsten der von ihm veröffentlichten Arbeiten sind eine „Geschichte der Organisation der Infanterie und der Kavallerie der Königlich Spanischen Armee von den frühesten Zeiten bis zum Jahre 1855“ (Berlin, 1861), eine „Geschichte der alten russischen Heereseinrichtungen bis zu den von Peter dem Großen gemachten Veränderungen“ (Berlin 1867) und eine Uebersetzung der vom kanadischen Oberst Denison in englischer Sprache geschriebenen „Geschichte der Kavallerie“ (Berlin 1879). Das letztgenannte Werk ergänzte B. durch umfangreiche Zusätze, von denen später ein Theil in einer Umarbeitung unter dem Titel „Gedanken über die Organisation, Ausbildung [260] und Verwendung der Kavallerie bei der modernen Kriegführung“ (Berlin 1881) erschienen ist.

v. Löbell’s Jahresberichte über die Veränderungen und Fortschritte im Militärwesen, XXII. Jahrg. 1895 (Berlin).