ADB:Brischar, Johann Nepomuk

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Artikel „Brischar, Johann Nepomuk“ von Hugo Koch in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 47 (1903), S. 259, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Brischar,_Johann_Nepomuk&oldid=- (Version vom 20. September 2019, 18:58 Uhr UTC)
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Brischar: Johann Nepomuk B., Dr. theol. et phil., katholischer Kirchenhistoriker, geboren zu Horb in Württemberg am 22. August 1819, † am 11. April 1897. Nachdem er seine theologischen Studien an der Universität Tübingen mit Auszeichnung vollendet und die Priesterweihe erhalten hatte, machte er 1845–46 eine wissenschaftliche Reise nach Norddeutschland, Oesterreich, Italien und Frankreich, um hierauf eine Repetentenstelle am Tübinger Wilhelmsstift, dem Institut für die katholischen Theologiestudirenden Württembergs, anzutreten, in welcher Stellung er geschichtliche Vorlesungen hielt. 1851 übernahm er die Redaction der „Wiener Litteraturzeitung“, legte sie aber schon 1853 nieder und wurde Pfarrer in dem Dorfe Bühl zwischen Rottenburg und Tübingen, wo er, mehr und mehr zum stillen Einsiedler geworden, der Seelsorge und wissenschaftlicher Arbeit lebte, bis der Tod am 11. April 1897 den müden Greis erlöste.

Außer zahlreichen, vorwiegend geschichtlichen Artikeln in der Tübinger „Theologischen Quartalschrift“ und im Freiburger „Kirchenlexikon“ gab er heraus: „Beurtheilung der Kontroversen Sarpi’s und Pallavicini’s in der Geschichte des Trienter Konzils“. Gekrönte Preisschrift (Tübingen 1844); Fortsetzung der eine neue Aera für die katholische Kirchengeschichtschreibung einleitenden Stolberg-Kerz’schen Geschichte der Religion Jesu Christi, Bd. 46 bis 53 (bis zum Jahre 1245), Mainz (bezw. Wien) 1850/64; „Die katholischen Kanzelredner Deutschlands seit den letzten Jahrhunderten“ (5 Bände, Schaffhausen 1866/71); „Innocenz III. und seine Zeit“ (Freiburg 1883).