ADB:Brucker, Jakob (2. Artikel)

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Artikel „Brucker, Johann Jakob“ von Friedrich Roth in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 47 (1903), S. 275, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Brucker,_Jakob_(2._Artikel)&oldid=2493699 (Version vom 22. Juni 2017, 14:21 Uhr UTC)
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Band 47 (1903), S. 275 (Quelle).
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Brucker: Johann Jakob B. (Nachtrag zu Band III, S. 397). Brucker’s vielseitige, umfassende Gelehrsamkeit trat auch noch in einer Reihe zahlreicher anderer Werke glänzend zu Tage. Hervorzuheben sind sein „Bildersaal berühmter Schriftsteller (der Gegenwart)“, 10 Dekaden mit Kupfern (1741–55) und hauptsächlich sein „Ehren-Tempel der Deutschen Gelehrsamkeit, in welchem die Bildnisse gelehrter und um die schönen und philologischen Wissenschafften verdienter Männer unter den Deutschen aus dem XV. XVI. und XVII. Jahrhunderte aufgestellet und ihre Geschichte, Verdienste und Merkwürdigkeiten entworfen sind von Jacob Brucker etc., in Kupfer gebracht von Johann Jacob Heid, Maler und Kupferstecher“, 8 Dekaden (1747–49). Das Werk, das „für Deutschland dasjenige leisten sollte, was Perrault Frankreich geleistet“, zeichnet sich in gleicher Weise durch die mit großer Sorgfalt ausgewählten Porträts der vorgeführten Gelehrten und durch Herbeiziehung von neuem biographischen Material aus, sodaß es nicht ungerechtfertigt erscheint, was B. in der Vorrede sagt, „daß eine so richtige Sammlung von Bildnissen verstorbener gelehrter Männer, wenigstens in Deutschland, noch nicht erschienen“, und daß er „nicht bloß angewärmten Kohl vorgestellet, sondern eine kurze aber doch gründliche und critische Historie der Deutschen Verdienste um die Wissenschafften aus den ächten Quellen“ geboten. Aus der älteren Litteratur über B. ist hervorzuheben die von P. v. Stetten verfaßte Biographie in Hausleutner’s Schwäbischem Archiv I, S. 281–305. Die zahlreichen Werke und Schriften Brucker’s, die auf Augsburg Bezug haben, s. bei Zapf, Augsb. Biblioth. II, 1057.