ADB:Christian Ernst (Herzog von Sachsen-Saalfeld)

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Artikel „Christian Ernst, Herzog zu Sachsen-Saalfeld“ von August Beck in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 4 (1876), S. 180, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Christian_Ernst_(Herzog_von_Sachsen-Saalfeld)&oldid=- (Version vom 24. April 2019, 04:40 Uhr UTC)
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Christian Ernst, Herzog zu Sachsen-Saalfeld, geb. am 18. August 1683 zu Saalfeld, † am 4. September 1745 ebendaselbst, war der Sohn Herzog Johann Ernsts von Sachsen-Saalfeld und der Tochter Herzog Christians von Sachsen-Merseburg, Sophia Hedwig († 2. August 1686). Seine Vermählung mit Fräulein Christiana Friederike v. Koß, der Tochter eines Kammerjunkers und Forstmeisters zu Saalfeld (24. Aug. 1724), veranlaßte einen Rangstreit mit seinem jüngern Bruder Franz Josias, der zuvor mit einer schwarzburgischen Prinzessin sich vermählt hatte, und deshalb auf die Erbfolge Anspruch machte. Der Vater glich die Sache zu Gunsten des jüngern Sohnes aus, und als Johann Ernst im Jahre 1729 gestorben war, regierten die beiden Söhne die coburgisch-saalfeldischen Lande in ungetheilter Gemeinschaft. Ch. Ernst residirte in Saalfeld, Franz Josias in Coburg. Die sämmtlichen Einkünfte beliefen sich damals auf 58092 fl. Unter den beiden Brüdern wurde der (seit 1699) langjährige coburgische Erbfolgestreit im Jahre 1735 entschieden, und Saalfeld erhielt die Aemter und Städte Coburg, Rodach, Mönchröden und einen Theil von Neuhaus. Durch den Widerspruch Sachsen-Meiningens war der Streit so lange verzögert worden. Die Saalfelder Linie nahm von nun an den Titel „Coburg-Saalfeld“ an. Ch. Ernst starb am 4. September 1745 und stand in dem Rufe eines frommen Fürsten. Er war Verfasser des Liedes: „Warum, mein Jesu, läßt du mich in meinen Schmerzen liegen?“ (s. Saalfelder Gesangbuch von 1712). Seine Gemahlin war ihm am 14. Mai 1743 in die Ewigkeit vorangegangen. Da aus dieser Ehe keine Kinder vorhanden waren, so erbte der Herzog Franz Josias Alles, was er hinterließ.

Johann Adolf v. Schultes, Sachsen-Coburg-Saalfeldische Landesgeschichte. Abtheil. 3. Coburg 1822. 4. S. 22.