ADB:Franz Josias

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Franz Josias, Herzog von Sachsen-Koburg-Saalfeld“ von August Beck in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 7 (1878), S. 296, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Franz_Josias&oldid=- (Version vom 23. April 2019, 05:02 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Franz Albrecht
Nächster>>>
Franz
Band 7 (1878), S. 296 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Franz Josias (Sachsen-Coburg-Saalfeld) in der Wikipedia
GND-Nummer 102109079
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|7|296|296|Franz Josias, Herzog von Sachsen-Koburg-Saalfeld|August Beck|ADB:Franz Josias}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=102109079}}    

Franz Josias, Herzog von Sachsen-Koburg-Saalfeld, geboren am 25. September 1697 zu Saalfeld, gestorben am 16. September 1764 zu Rodach, war der Sohn des Herzogs Johann Ernst von Sachsen-Saalfeld und Charlotte Johanna’s, Tochter des Grafen Josias von Waldeck. Nach dem Tode seines Vaters (17. December 1729) regierte er mit seinem Halbbruder Christian Ernst gemeinschaftlich, als dieser aber im J. 1745 starb, allein. Herzog F. J. führte daß Erstgeburtsrecht ein (1. October 1733). Nach dem Tode des Herzogs Ernst August von Sachsen-Weimar (19. Januar 1748) erhielt er die Obervormundschaft über das Fürstenthum Weimar (1750), bis der Erbprinz Ernst Konstantin im J. 1755 die Selbstregierung seines Landes übernahm. Neben dem Wohle seiner Unterthanen war er stets auf die Verbesserung der Landesverfassung und auf die Rechte seines Hauses bedacht. Als er starb, beliefen sich die Einkünfte der koburg-saalfeldischen Lande auf 112,121 Gulden. In seiner Jugend hatte der Herzog im J. 1718 kaiserliche Kriegsdienste genommen und hatte in der Schlacht bei Francoville (20. Juni 1719) und bei der Belagerung von Messina und Palermo sich ausgezeichnet, war aber 1720 auf den Wunsch seines Vaters nach Koburg zurückgekehrt. – Er ward am 2. Februar 1723 mit der Prinzessin Anna Sophia, Tochter des Fürsten Ludwig Friedrich von Schwarzburg-Rudolstadt vermählt, die nach ihres Gemahles Tode das Schloß Römhild zu ihrem Wittwensitze wählte, wo sie am 12. December 1780 starb. Sie beschenkte ihren Gemahl mit vier Söhnen: Ernst Friedrich, geboren am 8. März 1724, Johann Wilhelm, geboren am 16. März 1726, Christian Franz, geboren 20. Januar 1730, und dem später so berühmt gewordenen Feldherrn Friedrich Josias. Von den vier Töchtern überlebten nur zwei die Eltern, nämlich Charlotte Sophie, geboren am 27. September 1731, gestorben am 2. August 1810 als Herzogin von Mecklenburg-Schwerin, und Friederike Karoline, geboren am 24. Juni 1735, gestorben am 18. Februar 1791 als Markgräfin von Brandenburg-Anspach.

v. Schultes, Sachsen-Koburg-Saalfeldische Landesgeschichte, Koburg 1822, Abth. III. S. 29.