ADB:Clauß, Isaak

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Clauß, Isaak“ von Wilhelm Scherer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 4 (1876), S. 297, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Clau%C3%9F,_Isaak&oldid=- (Version vom 22. September 2019, 18:55 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Clausnitzer, Tobias
Band 4 (1876), S. 297 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Isaac Clauss in der Wikipedia
GND-Nummer 128530030
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|4|297|297|Clauß, Isaak|Wilhelm Scherer|ADB:Clauß, Isaak}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=128530030}}    

Clauß: Isaak C. von Straßburg, übersetzte in Prosa als „Teutscher Schau-Bühne Erster Theyl“ (Straßburg 1655) Corneille’s „Cid“ (1636) in der ältesten Gestalt, „La suite et le mariage du Cid“ von Chevreau (1637: „Der Chimena Trauerjahr“ nennt es C.) und „L’ombre du Comte de Gormas et la mort du Cid“ von Chillac (1639). Ueber beide letztere vgl. Parfait, Hist. du théâtre Franç. 5, 364. Mit der Zusammenfassung dieser drei an Werth sehr ungleichen Stücke kommt der Uebersetzer dem deutschen Geschmack entgegen, der im Drama möglichst historische Folge und den Abschluß eines ganzen Schicksals verlangte. Der erste Theil, d. h. Corneille’s „Cid“, war in dieser Uebersetzung zu Straßburg „auf offener Schaubühne“ dargestellt worden. Es ist die erste Uebersetzung und die erste deutsche Aufführung eines Corneille’schen Stückes, von der wir wissen. Moscherosch lobt sie, zu weiteren Versuchen ermunternd, in sehr teutonischen Versen vom 18. December 1654. Wir schließen uns eher der Meinung des Uebersetzers selbst an, der sein Buch u. a. mit folgenden Alexandrinern anredet: „Der Inhalt ist zwar schön, die Uebersetzung schlecht, Von meiner Zung ist nie kein Honigseim geflossen.“

Vgl. Gottsched, Nöth. Vorrath. 1, 208.