ADB:Dörffel, Georg Samuel

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Artikel „Dörffel, Georg Samuel“ von Georg Brückner in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 5 (1877), S. 346, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:D%C3%B6rffel,_Georg_Samuel&oldid=- (Version vom 22. September 2019, 14:48 Uhr UTC)
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Dörffel: Georg Samuel D., im Anfang des 17. Jahrhunderts zu Plauen im Voigtland geboren, ein Sohn des dasigen Pfarrers Friedr. D., ward nach Vollendung seiner theologischen Studien erst Diaconus in seiner Vaterstadt, dann 1684 Pastor und Superintendent zu Weida, wo er den 6. August 1688 starb. Er schrieb: „De incertitudine salutis aeternae“; „Dissertatio de Cometa“, 1680; „Tyrocinium accentuationis“. Von diesen Schriften hat ihm die zweite einen unvergänglichen Namen gebracht, denn in derselben entwarf er zuerst ein richtiges Bild von den Kometenbahnen, wodurch er die bis dahin bestandenen wunderlichen Vorstellungen von diesen Bahnen verdrängte. Seine sorgfältige Beobachtung des im J. 1680 erschienenen Kometen brachte ihn zu der Gewißheit und zu dem Ausspruch, daß diese Weltkörper sich in sehr excentrischen, parabolischen Bahnen um die Sonne bewegen. Ein Jahr nach ihm sprach Newton dasselbe aus und stellte zugleich die Gesetze dieser Bewegungen auf. Durch Newton’s Ruhm wurde D., wie Kästner in der Geschichte der Mathematik bemerkt, längere Zeit mit Unrecht vergessen. Die neuere Zeit hat Dörffel’s Namen wieder zu Ehren gebracht, was um so gerechter ist, als er sich auch durch seines Beobachtungen über den Mond Verdienste um die Astronomie erworben hat.