ADB:Danckwardi, Dethlev

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Danckwardi, Dethlev“ von Karl Ernst Hermann Krause in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 4 (1876), S. 725–726, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Danckwardi,_Dethlev&oldid=- (Version vom 22. Oktober 2019, 01:38 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Danckerts, Ghislain
Nächster>>>
Däne, Peter
Band 4 (1876), S. 725–726 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand Juli 2013, suchen)
GND-Nummer 135729793
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|4|725|726|Danckwardi, Dethlev|Karl Ernst Hermann Krause|ADB:Danckwardi, Dethlev}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=135729793}}    

Danckwardi: Dethlev D. (Danquardi, Danckwart), M. theol., 1531 und später der hartnäckigste und schroffste Gegner der Reformation in Mecklenburg und speciell in Rostock, † 1556 im April. Er war Thesaurar, dann Vicedecan des Rostocker Domstifts, 1517 Official des Archidiaconats, 1526 selbst Archidiacon zu Rostock, noch später bischöflich schwerinischer Official, im Besitz zahlreicher Pfarren und Pfründen, deren eine von Herzog Magnus ihm noch 1548 verliehen ward. Sowol gegen Herzog Ulrich, den Administrator von [726] Schwerin, wie gegen die reformatorischen Maßregeln des Herzogs Johann Albrecht (seit 1547) widersetzte er sich in so schroffer Weise, daß letzterer 1550 befahl, ihn aufzuheben und peinlich gegen ihn zu verfahren; der Proceß scheint aber 1553 niedergeschlagen zu sein. Wenn er übrigens von den lutherischen Geistlichen mit den schmählichsten Vorwürfen überhäuft wird, so beweist doch das Verhältniß des Rostocker Rathes zu ihm, daß das nur einseitige Gehässigkeiten gegen den auf seinem Recht bestehenden Mann waren. Sein feierliches Begräbniß in der lutherischen Jacobi- (Dom-)Kirche erregte heftigen Streit, welcher wegen der Vertreibung der Pastoren Petrus Eggerdes und Tileman Heshusius zu großer Verwirrung führte.

Rudloff, Gesch. Meckl. III. 86. Lisch, Jahrb. XVI. S. 22 ff. III. S. 88. Schröder, Evang. Meckl. I. S. 498 etc. v. Westphalen, Mon. ined. I. p. 1594 etc. Etwas von Rost. gel. Sachen IV. S. 481. 488.