ADB:Däne, Peter

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Däne, Peter“ von Karl Ernst Hermann Krause in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 4 (1876), S. 726, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:D%C3%A4ne,_Peter&oldid=2495079 (Version vom 10. Dezember 2018, 22:29 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Danckwardi, Dethlev
Nächster>>>
Danebeck, Georg
Band 4 (1876), S. 726 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Peter Däne in der Wikipedia
GND-Nummer 135738431
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|4|726|726|Däne, Peter|Karl Ernst Hermann Krause|ADB:Däne, Peter}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=135738431}}    

Däne: Peter D. (Dene, Danus, Dacus). Sein Name erscheint wegen der Sacramentschändung und der nachfolgenden großen Judenverbrennung zu Sternberg und Judenaustreibung aus ganz Mecklenburg bei fast allen norddeutschen Chronisten. Er war Vicar am Allerheiligen Altar der Kirche zu Sternberg, zerrütteten Vermögens, hatte vielleicht den Altarkelch beim Juden Eleasar versetzt und überlieferte diesem am 10. Juli 1492 zum Mißbrauche die geweihte Hostie, an der darauf das heilige Blut erschienen sein soll. Nachdem 27 Juden bei Sternberg verbrannt, wurde auch der nach Rostock dem bischöflichen Official überlieferte Vicar durch die Straßen geschleppt, mit glühenden Zangen gezwickt und dann verbrannt, 13. März 1493. Der Mann war der Ueberlieferung der Hostie offenbar schuldig.

Vgl. Lisch, Jahrb. XII. S. 212 ff. S. oben den Artikel „Bogher“.[1]

[Zusätze und Berichtigungen]

  1. S. 726. Z. 25 v. o. l.: S. Boger, Allg. D. Biogr. III, S. 39. [Bd. 5, S. 795]