ADB:Decius, Nikolaus (2. Artikel)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Hovesch, Nicolaus“ von l. u. in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 13 (1881), S. 216, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Decius,_Nikolaus_(2._Artikel)&oldid=- (Version vom 17. Juli 2019, 03:02 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Hoyers, Anna Ovena
Band 13 (1881), S. 216 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Nikolaus Decius in der Wikipedia
GND-Nummer 119486725
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|13|216|216|Hovesch, Nicolaus|l. u.|ADB:Decius, Nikolaus (2. Artikel)}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=119486725}}    

Hovesch: Nicolaus H.[1], auch Hövisch, von Hofe und lateinisch a Curia genannt, ist der Name eines lutherischen Predigers in Stettin, der am 21. März 1541 starb. Nach einer Vermuthung von H. Franck (in dem Leben des Stettiner Reformators Paulus v. Rode, Stettin 1868) ist dieser Nicolaus H. identisch mit dem Nicolaus Decius, den Rehtmayer in seiner Kirchenhistorie Braunschweigs als den Dichter der Lieder „Allein Gott in der Höh’ sei Ehr“, „Heilig ist Gott der Vater“ und „O Lamm Gottes, unschuldig“ nennt. In diesem Falle wäre Decius vielleicht für eine andere Latinisirung des Namens H. zu halten. – Jedenfalls ist, was man von H. sicher weiß, schon oben im Artikel Nicolaus Decius, Bd. IV. S. 791 ff. erzählt worden, worauf hier zu verweisen ist. Die Identität beider ist zunächst nur Vermuthung; sollte sie sich bestätigen, so wäre auch möglich, daß der Name Decius bei Rehtmayer und seinem unbekannten Gewährsmann überhaupt auf einem Versehen beruht. Näher auf diese Frage[WS 1] einzugehen ist hier nicht der Ort.

Außer den Bd. IV. S. 793 citirten Schriften vgl. Koch, Geschichte des Kirchenlieds etc., 3. Aufl., Bd. I. S. 419 ff. G. Plitt in der theol. Realencyklopädie von Herzog und Plitt, 2. Aufl., Bd. III. S. 528

[Zusätze und Berichtigungen]

  1. S. 216. Z. 26 v. o.: Bei Abfassung des Artikels über Hovesch war es dem Unterzeichneten entgangen, daß D. J. K. F. Knaake, der verdiente Herausgeber der Weimarer Lutherausgabe, schon im J. 1879 nachgewiesen hat, daß der Dichter des Liedes „Allein Gott in der Höh’ sei Ehr“ eigentlich Nikolaus Tech heißt und aus Hof gebürtig ist. Im Wittenberger Album (Ausg. von Foerstemann, S. 118a) findet sich nämlich der Eintrag Nicolaus Tecius de Curia, inscribirt am 23. Mai 1523. Es kann kaum bezweifelt werden, daß dieser Tecius dialectisch zu einem Decius geworden ist, und daß die Namen Hovesch, von Hofe und ähnliche sich dahin erklären, daß er aus Hof (Curia) stammt. Wir haben hier also die einfachste Erklärung für den doppelten Namen. Da nun in Hof um jene Zeit sich eine Familie Tech nachweisen läßt und Tecius die einfachste Latinisirung von Tech ist, so ist im höchsten Grade wahrscheinlich, daß unser Dichter mit seinem deutschen Namen Tech hieß. Er wird also die wohlverdiente Ehre beanspruchen dürfen, wenn die Allg. Deutsche Biographie bis zum Buchstaben T gelangt ist, zum dritten Male in ihr erscheinen zu dürfen; vielleicht sind bis dahin noch andere dunkle Partien in seinem Leben aufgehellt. Vgl. Ergänzungsblätter zur Allg. Evang.-Luth. Kirchenzeitung von Luthardt, 1879, Sp. 164. [Bd. 22, S. 794]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Fage