ADB:Dobschütz, Wilhelm Leopold von

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Artikel „Dobschütz, Wilhelm Leopold von“ von R. v. Hirsch. in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 5 (1877), S. 277, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Dobsch%C3%BCtz,_Wilhelm_Leopold_von&oldid=- (Version vom 22. Oktober 2019, 11:39 Uhr UTC)
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Dobschütz: Wilhelm Leopold v. D., preußischer Generallieutenant, geb. 1. Jan. 1764, † 3. Febr. 1836. Er nahm zuerst beim Regiment Prittwitz Dragonerdienste und machte die Feldzüge 1806 und 1807 mit. Nach dem Frieden von Tilsit besorgte er als Oberst die Auswechselung und Organisirung der Kriegsgefangenen und lebte dann bis 1813 als Landrath auf seinem Gute bei Glogau. 1813 organisirte er die zweite Division der schlesischen Landwehr. Kurz vor dem Waffenstillstand behauptete er den Oderübergang bei Crossen gegen die Franzosen. Darauf übernahm er das Commando des zum 4. Corps gehörigen Reservecorps bei Berlin und ward Generalmajor. Hier trug er ganz besonders zu den Siegen bei Groß-Beeren und Dennewitz bei. Am 19. Sept. 1813 lieferte er das siegreiche Gefecht bei Mühlberg, in welchem drei französische Chasseur-Regimenter vernichtet wurden. Dann belagerte er Wittenberg und erstürmte es den 13. Jan. 1814. Hierauf ward er zum Befehlshaber des Blokade-Corps der Citadelle von Erfurt und zum Commandanten von Erfurt ernannt, später zum Militär-Commandanten im Königreich Sachsen während der preußischen Occupation und 1815 zum interimistischen General-Gouverneur der Rheinprovinz. 1816 erhielt er die Glogauer Division, ward 1818 General-Lieutenant und nahm 1827 seinen Abschied.

Vgl. N. Nekrol. XIV. S. 134.
R. v. Hirsch.