ADB:Dobrzenski von Dobrzeniec, Johann Ulrich Freiherr

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Artikel „Dobrzenski von Dobrzeniec, Johann Ulrich“ von Bernhard Erdmannsdörffer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 5 (1877), S. 276–277, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Dobrzenski_von_Dobrzeniec,_Johann_Ulrich_Freiherr&oldid=1704155 (Version vom 27. April 2015, 13:51 Uhr UTC)
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Dobrczenski v. Dobrczeniec: Joh. Ulrich D., brandenburgischer Diplomat. Aus einem alten böhmischen Geschlecht entsprossen, kam er in jungen Jahren an den Hof des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg, wo er im Anfang der fünfziger Jahre uns noch als Kammerjunker begegnet. Bald darauf aber trat er in den diplomatischen Dienst ein und eröffnete seine Thätigkeit [277] im October 1654 mit einer Gesandtschaft an den schwedischen Hof, um den König Karl Gustav zu seinem Regierungsantritt zu beglückwünschen und zugleich die politische Lage dort und die Absichten des neuen Königs zu sondiren. Nachdem er sich dieses Auftrags mit Geschick erledigt, wurde er in den nun folgenden Jahren des nordisches Krieges mehrfach zu diplomatischen Sendungen verwendet, auch schon 1656 zum geheimen Rath ernannt. Er hatte sein Emporkommen, wie es scheint, zum Theil dem Einfluß des Grafen Friedrich von Waldeck zu verdanken, an den er sich eng anschloß; und dies hatte für ihn die Folge, daß, nachdem Waldeck mit dem Kurfürsten zerfallen und in schwedische Dienste getreten war, auch D. für einige Zeit in Ungnade gerieth. Nach dem Frieden von Oliva wurde er bei den Verhandlungen über die Neuordnung des Herzogthums Preußen verwendet und leistete hier gute Dienste. In den späteren Jahren des großen Kurfürsten tritt er wenig mehr hervor. Einer seiner Söhne, Friedrich Bogislav v. D., war unter Friedrich III. geheimer Rath und Obersthofmeister.

Cosmar und Klaproth, Der geheime Staatsrath (Berlin 1805). Pufendorf, Urkunden und Actenstücke z. Gesch. des Kurf. Friedrich Wilhelm von Brandenburg.
Erdmannsdörffer.