ADB:Drais von Sauerbronn, Karl Freiherr

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Artikel „Drais von Sauerbronn, Karl Freiherr“ von Moritz Cantor in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 5 (1877), S. 373, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Drais_von_Sauerbronn,_Karl_Freiherr&oldid=- (Version vom 11. Dezember 2019, 22:44 Uhr UTC)
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Drais: Karl Freiherr D. von Sauerbronn, Erfinder des Velocipede; geb. im Januar 1784, gest. zu Karlsruhe 10. Decbr. 1851. Sohn des Oberhofgerichtspräsidenten zu Mannheim Karl Wilh. Ludwig Friedrich v. D. (s. o.). Er war badischer Forstmeister und Kammerherr. 1817 erfand er das Velocipede, welches er in einer anonymen Abhandlung: „Abbildung und Beschreibung einer neu erfundenen Laufmaschine“ bekannt machte. 1821 scheint er auch den Versuch gemacht zu haben eine allgemeine Formel für die Auflösung numerischer Gleichungen zu entdecken. Zu Ende der zwanziger Jahre begleitete er Georg Heinrich v. Langsdorf auf einer wissenschaftlichen Reise durch Brasilien. Nach seiner Rückkehr lebte er abwechselnd in Mannheim, Heidelberg und Karlsruhe, überall als Mann von absonderlichen Ideen bekannt. Er versuchte sein unleugbares mechanisches Talent an den verschiedensten Dingen, z. B. an dem Modelle eines Dampfschiffes, welches gegen den Strom dieselbe Geschwindigkeit haben sollte, wie mit dem Strome; an einem durch eine Claviatur zu leitenden Telegraphen; an einem Wagen, bei welchem das Pferd hinten angespannt drückt, statt zu ziehen. Daneben glaubte er eine Methode erfunden zu haben, die gekrümmte Wurfbahn eines Geschosses dadurch zum Schießen um die Ecke zu benutzen, daß man die Kanone auf die Seite lege.

Vgl. die Todesanzeige von Seiten der Familie in der Karlsruher Zeitung vom 13. December 1851. Bad. Landeszeitung vom 13. December 1851. Poggendorff, Biogr.-litter. Handwörterbuch Bd. I., S. 600, Leipzig 1863.