ADB:Ellrichshausen, Karl Reichard Freiherr von

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Artikel „Ellrichshausen, Karl Reinhard Freiherr von“ von Wilhelm Edler von Janko in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 6 (1877), S. 60–61, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Ellrichshausen,_Karl_Reichard_Freiherr_von&oldid=- (Version vom 20. Juni 2019, 19:32 Uhr UTC)
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Elrichshausen:[1] Karl Reichard[1], Freiherr v. E., österreichischer Feldzeugmeister, gehörte einer altadelichen fränkischen Familie an, und wurde zu Aschenstadt[1] 1720 geboren. Schon im 16. Lebensjahre trat er in ein kaiserliches Infanterieregiment und wurde in den Feldzügen 1741–48 rühmlich genannt, avancirte während derselben auch bis zum Major. Im siebenjährigen Kriege bereits Oberst, focht er mit Auszeichnung beim Ueberfall auf Hirschberg, bei Prag und Görlitz, wo er verwundet ward, dann bei Breslau, endlich als Generalmajor bei Landshut. Der baierische Erbfolgekrieg gab dem mittlerweile zum Feldmarschalllieutenant vorgerückten E. neuerdings Gelegenheit, sein Talent aufs glänzendste zu bewähren. Ihm war nämlich die Bestimmung geworden, mit einem besonderen Corps Mähren zu decken; ob seiner Wachsamkeit und seinen klugen Anstalten gelang es ihm nicht nur sich in seiner gleichsam unangreifbaren Stellung bei Jägerndorf ununterbrochen zu behaupten, es blieb auch das feindliche Gebiet den Streifereien seiner leichten Truppen geöffnet und die glücklichen [61] Vorfälle bei dem Wurmser’schen Corps wurden namentlich dadurch befördert. Joseph II. belohnte E. durch das Commandeurkreuz des Theresienordens, das er ihm mit einem schmeichelhaften Handschreiben zusendete. Wenige Tage nach dem Teschner Frieden starb er, dem sein Kaiser auf das Grabdenkmal die Worte: „Viro indefesso“ setzen ließ.

(Kepner) Thaten und Charakterzüge berühmter österreichischer Feldherren. Wien 1809.

[Zusätze und Berichtigungen]

  1. a b c S. 60. Z. 14 u. 12 v. u. l.: Ellrichshausen – Reinhard (st. Reichard) – Assumstadt. [Bd. 12, S. 795]